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Menschenbildung mit Kompetenz
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Die ersten Diplom-SozialbetreuerInnen wurden gefeiert
(FN/Caritas). „PionierInnen und KämpferInnen“, das sind zwei Wörter, die bei den Diplomfeierlichkeiten der ersten SozialbetreuerInnen Tirols immer wieder zu hören waren. Nach dreijähriger Ausbildungszeit hatten die 16 StudentInnen der Fachrichtung Familienarbeit als erste nach einer schriftlichen und mündlichen Diplomprüfung ihren Abschluss in der Tasche. Die Fachrichtung Altenarbeit schlossen zwei Klassen mit jeweils rund 20 StudentInnen ab, in der Fachrichtung Behindertenbegleitung beendeten 15 StudentInnen ihre dreijährige Diplomausbildung. Die erfolgreichen AbsolventInnen zeugen aber auch von der gelungenen Ausbildungsreform – das Caritas Bildungszentrum hat im September 2007 mit den österreichweit neuen Berufsausbildungen zum/zur Fach- bzw. Diplomsozialbetreuer/in gestartet.
Edith Ihrenberger, die sich als Direktorin des Caritas Bildungszentrums vehement für diesen Qualifizierungsschub eingesetzt hat, zeigte die wichtigsten Stationen der zwei- bzw. dreijährigen Ausbildung auf, das nach dem Prinzip „1 Beruf – 2 Qualifikationsniveaus – 4 Fachrichtungen strukturiert ist. SozialbetreuerInnen können entweder den Fachabschluss nach zwei Jahren oder den Diplomabschluss nach drei Jahren wählen. „Neben der generalistischen Fachrichtung Familienarbeit, die mit einem Fachabschluss in Behindertenarbeit kombiniert ist, können unsere StudentInnen zwischen den Fachrichtungen Altenarbeit, Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung wählen. So ist nach vier Semestern die praktische und theoretische Pflegehilfeprüfung zu absolvieren, im 5. Semester die Fachprüfung für Behindertenarbeit bwz. ein einschlägiges Fachprojekt. Ergänzt wird das alles durch Exkursionen und eine Vielzahl an Praktikas“, erläuterte Edith Ihrenberger die vielfältige Ausbildung. Zukunftsweisend ist auch die Durchlässigkeit zu anderen Fachrichtungen. Basierend auf der Kernausbildung ist es auch im nachhinein jederzeit möglich weitere Schwerpunkte zu belegen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Verknüpfung von Theorie und Praxis.
SozialbetreuerIn – der neue Beruf
Der Werdegang des neuen Berufsbildes ‚SozialbetreuerIn’ war ein langer und steiniger Weg durch juristische Details, mit bundesländerübergreifender Zusammenarbeit und Widerständen von verschiedenster Seite. Am 1.1. 2009 schließlich beschloss der Tiroler Landtag das neue Berufsbild, nun haben die ersten AbsolventInnen das Caritas Bildungszentrum verlassen.
Neben der Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer zählte auch Landesrat Gerhard Reheis, Landtagsvizepräsidentin Gabi Schiessling, LA Christine Baur und GRin Sigrid Marinell zu den GratulantInnen. Wenngleich Caritas Direktor Georg Schärmer die Freude ins Gesicht geschrieben stand, so mahnte er dennoch in seiner Ansprache eine gerechte Bezahlung ein: „Diplomierte SozialbetreuerInnen sollten in finanzieller Hinsicht gleich eingestuft werden wie anderes diplomiertes Personal – schließlich profitieren auch die KlientInnen von motiviertem, erstklassig ausgebildetem und adäquat entlohntem Fachpersonal“, so der Caritas-Direktor wörtlich.
Rosige Berufsaussichten
Allein die demographische Entwicklung macht es mehr als deutlich – der Bedarf nach Betreuung bzw. nach qualitativ hochwertig ausgebildetem Personen, die Betreuung und pflegerische Kompetenzen vereinen wird stetig wachsen. Gute Nachrichten, die für die AbsolventInnen allerdings nicht überraschend kommen – der Großteil von ihnen hat schon einen fixen Arbeitsplatz in Aussicht.
Die nächsten Ausbildungen starten im Herbst 2010 bzw. im Feber 2011. Mehr Infos unter: www.caritas-bildungzentrum.at
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Strahlende Gesichter bei den ersten Diplom-SozialbetreuerInnen für Familienarbeit. Mitten unter den GratulantInnen Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Landtagsvizepräsidentin Gabi Schiessling, LA Christine Baur, Leiter der Jugendwohlfahrt Tirol Georg Sponring, Direktorin Caritas Bildungszentrum Edith Ihrenberger, Caritas-Direktor Georg Schärmer.
Foto: Caritas Tirol
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